Aktualisierter einheitlicher onkologischer Basisdatensatz


der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Tumorzentren e.V. (ADT) und der Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland e.V. (GEKID)
gemäß § 65 Absatz 1a SGB V



Neufassung 2021

























Erstellt von der AG Daten (ADT/GEKID)


Leitung:
Prof. Dr. M. Klinkhammer-Schalke, Dr. S. Hentschel

Prof. Dr. S. R. Benz, Dr. B. Holleczek, P. Kachel, Prof. Dr. A. Katalinic, H. Kerek-Bodden, PD Dr. G. Klautke, K. Kleihues-van Tol, Dr. M. Meyer, Dr. D. Niepmann, S. Sander, Dr. C. Schneider, Prof. Dr. E. Strauch, PD Dr. S. Wesselmann, PD Dr. S. Zeißig








Nr 1.1
Gruppe Meldung
Feldbezeichnung Meldebegründung
Definition Widerspruch/Einwilligung des Patienten
Ausprägungen I = Patient wurde informiert und hat nicht widersprochen
A = Ausnahme: Patientenunterrichtung entfallen wegen möglicher gesundheitlicher Nachteile
D = Meldung von Ärzten ohne unmittelbaren Patientenkontakt
W = Patient hat der personenbezogenen Speicherung widersprochen
E = Einwilligung für nicht meldepflichtige Meldeanlässe vorhanden
V = verstorben
Begründung E = notwendig für Niedersachsen





Nr 1.2
Gruppe Meldung
Feldbezeichnung Meldedatum
Definition Datum der Meldung.
Ausprägungen Ein exaktes (taggenaues) Datum ist anzugeben.





Nr 2.1
Gruppe Zentrum
Feldbezeichnung Zertifizierung
Definition Angabe, ob die in der Meldung übermittelten Informationen für die Zertifizierung relevant sind.
Ausprägungen 1 Zentrumsfall/Primärfall
2 Zentrumsfall/kein Primärfall
3 kein Zentrumsfall
Hinweise Bei hamatologischen Neoplasien soll ein Patientenfall unter "Primärfall/Zentrumsfall" dokumentiert werden.





Nr 3.1
Gruppe Patienten Stammdaten
Feldbezeichnung Krankenversichertennummer
Definition Eindeutige GK-Versicherten-Nummer des Patienten.
Ausprägungen In den Regelverfahren der Krankenkassen (Datenaustausch mit den Leistungserbringern, Gesundheitskarte etc.) werden der unveränderbare Teil und der Bezug eines Familienangehörigen jeweils in
getrennten Datenfeldern verwendet.
Die Krankenkassennummer eines Hauptversicherten ist 9-stellig.
Der zweite unveränderbare Teil der Krankenversichertennummer (dabei handelt es sich um die
eigentliche Krankenversichertennummer, die ausschlaggebend für alle Verfahren ist), ist einer
bestimmten Person, dem Hauptversicherten, zugeordnet und begleitet ihn ein Leben lang.
Dieser Teil der Krankenversichertennummer hat 10 Stellen.
Der Bezug eines Angehörigen zum Mitglied wird über einen weiteren Nummern-Teil hergestellt.
Dieser ist ebenfalls 10 Stellen lang, d. h. alphanumerisch maximal 20 Stellen (ohne die
vorangestellte Krankenkasse).





Nr 3.2
Gruppe Patienten Stammdaten
Feldbezeichnung Krankenkassennummer
Definition IK-Nummer der jeweiligen Krankenkasse oder Versicherung.
Ausprägungen Die 9-stellige Nummer ist das sogenannte Institutionskennzeichen der Krankenkasse.
Hinweise Ersatzkodes der § 65c-Plattform beachten.





Nr 3.3
Gruppe Patienten Stammdaten
Feldbezeichnung Patienten Nachname
Definition Aktueller Nachname des Patienten zum Meldeanlass.
Ausprägungen Freitext.
Keine Namenszusätze und keine Titel.
Hinweise Entsprechend der Kodierung definiert in ISO/IEC 10646:2003 (UTF8).





Nr 3.4
Gruppe Patienten Stammdaten
Feldbezeichnung Patienten Titel
Definition Titel des Patienten.
Ausprägungen Freitext.
Alle Titel abgekürzt und gegebenenfalls durch Komma getrennt.
Hinweise Entsprechend der Kodierung definiert in ISO/IEC 10646:2003 (UTF8).





Nr 3.5
Gruppe Patienten Stammdaten
Feldbezeichnung Patienten Namenszusatz
Definition Namenszusätze des Patienten.
Ausprägungen Freitext.
Alle Namenszusätze gegebenenfalls durch Leerzeichen getrennt.
Hinweise Entsprechend der Kodierung definiert in ISO/IEC 10646:2003 (UTF8).

Einige Beispiele:
Baron von der
de
de la
Don
Freifrau von
Graf
Reichsgräfin von
von’t
van
von der





Nr 3.6
Gruppe Patienten Stammdaten
Feldbezeichnung Patienten Vornamen
Definition Vornamen des Patienten.
Ausprägungen Freitext.
Mehrere Vornamen gegebenenfalls durch Leerzeichen getrennt.
Hinweise Entsprechend der Kodierung definiert in ISO/IEC 10646:2003 (UTF8).
Keine Namenszusätze und keine Titel.





Nr 3.7
Gruppe Patienten Stammdaten
Feldbezeichnung Patienten Geburtsname
Definition Geburtsname des Patienten.
Ausprägungen Freitext.
Hinweise Entsprechend der Kodierung definiert in ISO/IEC 10646:2003 (UTF8).





Nr 3.8
Gruppe Patienten Stammdaten
Feldbezeichnung Patienten frühere Namen
Definition Frühere Namen des Patienten.
Ausprägungen Freitext.
Alle früheren Namen, gegebenenfalls durch „;“ getrennt.
Hinweise Entsprechend der Kodierung definiert in ISO/IEC 10646:2003 (UTF8).





Nr 3.9
Gruppe Patienten Stammdaten
Feldbezeichnung Patienten Geschlecht
Definition Differenzierung einer Person nach ihrem Geschlecht.
Ausprägungen M = männlich
W = weiblich
D = divers
U = unbekannt





Nr 3.10
Gruppe Patienten Stammdaten
Feldbezeichnung Patienten Geburtsdatum
Definition Tag, Monat und Jahr der Geburt einer Person (nach dem gregorianischen Kalender).
Ausprägungen Ein exaktes (taggenaues) Datum ist anzugeben. Es kann in Ausnahmefällen ein monatsgenaues
oder jahresgenaues Datum übermittelt werden mit Angabe der Genauigkeit.





Nr 3.11
Gruppe Patienten Stammdaten
Feldbezeichnung Patienten Straße
Definition Aktuelle Anschrift des Patienten bei Meldeanlass.
Ausprägungen Freitext.
Hinweise Entsprechend der Kodierung definiert in ISO/IEC 10646:2003 (UTF8).





Nr 3.12
Gruppe Patienten Stammdaten
Feldbezeichnung Patienten Hausnummer
Definition Nummer des Hauses, in dem der Patient wohnt, bei Meldeanlass.
Ausprägungen Alphanumerisch einschließlich Postfix.
Hinweise z. B. 97d





Nr 3.13
Gruppe Patienten Stammdaten
Feldbezeichnung Patienten Land
Definition Aktuelles Land (Wohnort) des Patienten bei Meldeanlass.
Ausprägungen Kodierung nach ISO-3166-1 ALPHA-2.
Hinweise http://www.iso.org/iso/country_codes





Nr 3.14
Gruppe Patienten Stammdaten
Feldbezeichnung Patienten PLZ
Definition Aktuelle Postleitzahl des Patienten bei Meldeanlass.
Ausprägungen Ausschließlich Postleitzahlen (null – 10-stellig) inklusive Bindestrich.
In Deutschland nur 01001 bis 99998 mit führender Null.
Ohne Länderkennung (separates Feld).





Nr 3.15
Gruppe Patienten Stammdaten
Feldbezeichnung Patienten Ort
Definition Aktueller Wohnort des Patienten bei Meldeanlass.
Ausprägungen Freitext.
Hinweise Entsprechend der Kodierung definiert in ISO/IEC 10646:2003 (UTF8).
"Ohne festen Wohnsitz" ist zugelassen.





Nr 4.1
Gruppe Melder Stammdaten
Feldbezeichnung MelderID
Definition Ein zwar beliebiger, aber eindeutiger Melderschlüssel vergeben durch das für den Behandlungsort
zuständige Krebsregister.
Ausprägungen Alphanumerisch.





Nr 4.2
Gruppe Melder Stammdaten
Feldbezeichnung Melder Krankenhaus/Abteilung/Station/Praxis
Definition Krankenhaus, Abteilung, Station oder (Teil eines) Praxisname(ns).
Ausprägungen Freitext.
Hinweise Entsprechend der Kodierung definiert in ISO/IEC 10646:2003 (UTF8).





Nr 4.3
Gruppe Melder Stammdaten
Feldbezeichnung Melder Name Arzt
Definition Name und Vorname des meldenden Arztes.
Ausprägungen Freitext.
Form: „Nachname, Vorname“.
Hinweise Entsprechend der Kodierung definiert in ISO/IEC 10646:2003 (UTF8).





Nr 4.4
Gruppe Melder Stammdaten
Feldbezeichnung Melder Anschrift
Definition Anschrift (Straße, Hausnummer und Postfix) der meldenden Einrichtung.
Ausprägungen Freitext.
Hinweise Entsprechend der Kodierung definiert in ISO/IEC 10646:2003 (UTF8).





Nr 4.5
Gruppe Melder Stammdaten
Feldbezeichnung Melder PLZ
Definition Postleitzahl der meldenden Einrichtung.
Ausprägungen 5-stellig nur 01001 bis 99998 mit führender Null.





Nr 4.6
Gruppe Melder Stammdaten
Feldbezeichnung Melder Ort
Definition Ort der meldenden Einrichtung.
Ausprägungen Freitext.
Hinweise Entsprechend der Kodierung definiert in ISO/IEC 10646:2003 (UTF8).





Nr 4.7
Gruppe Melder Stammdaten
Feldbezeichnung Melder Kontoinhaber
Definition Name des Kontoinhabers.
Ausprägungen Freitext.
Hinweise Entsprechend der Kodierung definiert in ISO/IEC 10646:2003 (UTF8).





Nr 4.8
Gruppe Melder Stammdaten
Feldbezeichnung Melder BIC
Definition BIC des Kontoinhabers.
Ausprägungen Alphanumerisch, 11 Stellen.
Hinweise Entfällt bei EU-Konten





Nr 4.9
Gruppe Melder Stammdaten
Feldbezeichnung Melder IBAN
Definition IBAN des Kontoinhabers.
Ausprägungen Alphanumerisch, 22 Stellen.





Nr 5.1
Gruppe Diagnose
Feldbezeichnung Primärtumor Tumordiagnose ICD Code
Definition Kodierung einer meldepflichtigen Erkrankung nach der aktuellen ICD-GM Version.
Ausprägungen
Hinweise Bösartige Neubildungen als Primärtumoren an mehreren Lokalisationen sind einzeln zu melden. Für den aktuellen Katalog des ICD10 GM siehe BfArM.





Nr 5.2
Gruppe Diagnose
Feldbezeichnung Primärtumor Tumordiagnose ICD-Version
Definition Bezeichnung der zur Kodierung verwendeten ICD-GM Version.
Ausprägungen Für den medizinischen Katalog gültige Versionsbezeichnungen nach BfArM.





Nr 5.3
Gruppe Diagnose
Feldbezeichnung Primärtumor Tumordiagnose Text
Definition Bezeichnung einer meldepflichtigen Erkrankung.
Ausprägungen Freitext.
Hinweise Entsprechend der Kodierung definiert in ISO/IEC 10646:2003 (UTF8).





Nr 5.4
Gruppe Diagnose
Feldbezeichnung Primärtumor Topographie ICD-O
Definition Bezeichnung der Topographie einer Erkrankung nach der aktuellen ICD-O Version.
Ausprägungen Aktueller ICD-O Schlüssel und/oder präziser „Lokalisationstext“.
Hinweise Für den aktuellen Katalog des ICD-O siehe BfArM.





Nr 5.5
Gruppe Diagnose
Feldbezeichnung Primärtumor Topographie ICD-O-Version
Definition Bezeichnung der zur Kodierung verwendeten ICD-O Version.
Ausprägungen Für den medizinischen Katalog gültige Versionsbezeichnungen nach BfArM.





Nr 5.6
Gruppe Diagnose
Feldbezeichnung Primärtumor Diagnosedatum
Definition Datum, angegeben in Tag, Monat und Jahr, an dem die meldepflichtige Diagnose erstmals durch einen Arzt klinisch oder mikroskopisch diagnostiziert wurde.
Ausprägungen Ein exaktes (taggenaues) Datum ist anzugeben. Es kann in Ausnahmefällen ein monatsgenaues oder jahresgenaues Datum übermittelt werden mit Angabe der Genauigkeit.





Nr 5.7
Gruppe Diagnose
Feldbezeichnung Primärtumor Diagnosesicherung
Definition Höchste erreichte Diagnosesicherheit der Diagnose.
Ausprägungen Einstellig, numerisch:
1 = klinisch: Die Diagnose wurde vor dem Tode gestellt, jedoch ohne die folgenden Maßnahmen (Schlüsselnummern 2 – 7).
2 = klinische Diagnostik: Alle Untersuchungstechniken, einschließlich Röntgen, Endoskopie, bildgebender Verfahren, Ultraschall, explorativer Eingriffe (wie Laparotomie) und Autopsie, aber ohne Gewebsuntersuchung.
4 = spezifische Tumor-Marker: Zusätzlich biochemische und/oder immunologische Marker, die für einen bestimmten Tumorsitz spezifisch sind.
5 = Zytologie: Untersuchung von Zellen aus einem primären oder sekundären Sitz, einschließlich der aus durch Endoskopie oder durch Punktion gewonnenen Aspiraten; beinhaltet auch die mikroskopische Untersuchung peripheren Blutes und von Knochenmarkspunktaten.
6 = histologische Untersuchung einer Metastase: Histologische Untersuchung des Gewebes aus einer Metastase, inklusive der Untersuchung von Proben aus einer Autopsie.
7 = histologische Untersuchung eines Primärtumors: Histologische Untersuchung des Gewebes aus einem Primärtumor, gleich wie es gewonnen wurde; inklusive aller Schnitt-Techniken und Knochenmarksbiopsien; schließt auch die Untersuchung von Proben des Primärtumors aus einer Autopsie ein.
Hinweise 0 (Totenschein) und 9 (unbekannt) werden vom Melder nicht erwartet.





Nr 5.8
Gruppe Diagnose
Feldbezeichnung Primärtumor Seitenlokalisation
Definition Organspezifische Angabe der betroffenen Seite.
Ausprägungen 1-stellig:
L = links
R = rechts
B = beidseitig (sollte bei Tumoren in paarigen Organen 2 Meldungen ergeben)
M = Mittellinie/mittig
U = unbekannt
T = trifft nicht zu (Seitenangabe nicht sinnvoll, einschließlich Systemerkrankungen)
Hinweise Zusammenfassung von zwei Tumoren in paarigen Organen in einer Meldung mit Seitenlokalisation "beidseitig" ist nur bei Tumoren des Ovars, inkl. Tube, mit gleicher Histologie, beim Retinoblastom und bei Wilmstumoren der Niere zulässig.





Nr 5.9
Gruppe Diagnose
Feldbezeichnung Frühere Tumorerkrankungen
Definition Tumorerkrankungen, die in der Anamnese zu einem früheren Zeitpunkt diagnostiziert/behandelt wurden.
Ausprägungen Freitext oder ICD-10-GM Kodierung mit Diagnose und Angabe des Diagnosejahres.
Hinweise Entsprechend der Kodierung definiert in ISO/IEC 10646:2003 (UTF8).





Nr 6.1
Gruppe Histologie
Feldbezeichnung Tumor Histologiedatum
Definition Datum, an dem die Gewebeprobe entnommen wurde.
Ausprägungen Ein exaktes (taggenaues) Datum ist anzugeben.
Es kann in Ausnahmefällen ein monatsgenaues oder jahrgenaues Datum übermittelt werden mit Angabe der Genauigkeit.
Literatur Tyczynski, Demaret, Parkin (eds.), Standards and Guidelines for Cancer Registration in Europe, Lyon, 2003, p. 1.
The date of the first event (of the six listed below) to occur chronologically should be chosen as incidence date. If an event of higher priority occurs within three months of the date initially chosen, the date of the higher-priority event should take precedence.
Order of declining priority:
1. Date of first histological or cytological confirmation of this malignancy (with the exception of histology or cytology at autopsy). This date should be, in the following order:
a) date when the specimen was taken (biopsy)
b) date of receipt by the pathologist
c) date of the pathology report.





Nr 6.2
Gruppe Histologie
Feldbezeichnung Histologie-Einsendenummer
Definition Die Histologie-Einsendenummer/Auftragsnummer wird vom Pathologischen Institut beim Eingang des Präparates vergeben.
Ausprägungen Alphanumerisch.
Begründung Eindeutige Zuordnung welches Präparat für Referenzzwecke untersucht wurde.





Nr 6.3
Gruppe Histologie
Feldbezeichnung Morphologie-Code
Definition Gibt an, welche Histologie der Tumor aufweist.
Ausprägungen Alphanumerisch nach ICD-O Morphologie oder WHO Classification of Tumours (Blue Books) (aktuelle Version).





Nr 6.4
Gruppe Histologie
Feldbezeichnung Morphologie ICD-O/Blue Book Version
Definition Bezeichnung der zur Kodierung verwendeten ICD-O/Blue Book Version.
Ausprägungen Für den medizinischen Katalog gültige Versionsbezeichnungen nach BfArM oder Bluebooks.





Nr 6.5
Gruppe Histologie
Feldbezeichnung Morphologie-Freitext
Definition Gibt die Originalbezeichnung der morphologischen Diagnose an.
Ausprägungen Freitext.
Hinweise Entsprechend der Kodierung definiert in ISO/IEC 10646:2003 (UTF8).





Nr 6.6
Gruppe Histologie
Feldbezeichnung Grading
Definition Gibt den Differenzierungsgrad des Tumors entsprechend der aktuellen TNM-Auflage an.
Ausprägungen 0 = primär erworbene Melanose ohne zelluläre Atypien (nur beim malignen Melanom der Konjunktiva)
1 = gut differenziert
2 = mäßig differenziert
3 = schlecht differenziert
4 = undifferenziert
5 = nur für C61, TNM8
X = nicht bestimmbar
L = low grade (G1 oder G2)
M = intermediate grade (G2 oder G3)
H = high grade (G3 oder G4)
B = Borderline
U = unbekannt
T = trifft nicht zu
Hinweise Bei der Klassifikation sind die einschlägigen Regeln der Literatur (TNM) zu beachten.





Nr 6.7
Gruppe Histologie
Feldbezeichnung Anzahl der untersuchten Lymphknoten
Definition Gibt an, wie viele Lymphknoten untersucht wurden (einschließlich Sentinel).
Ausprägungen Numerisch.





Nr 6.8
Gruppe Histologie
Feldbezeichnung Anzahl der befallenen Lymphknoten
Definition Gibt an, wie viele Lymphknoten befallen sind (einschließlich Sentinel).
Ausprägungen Numerisch.





Nr 6.9
Gruppe Histologie
Feldbezeichnung Anzahl der untersuchten Sentinel-Lymphknoten
Definition Gibt an, wie viele Sentinel-Lymphknoten untersucht wurden.
Ausprägungen Numerisch.





Nr 6.10
Gruppe Histologie
Feldbezeichnung Anzahl der befallenen Sentinel-Lymphknoten
Definition Gibt an, wie viele Sentinel-Lymphknoten befallen sind.
Ausprägungen Numerisch.





Nr 6.11
Gruppe Histologie
Feldbezeichnung Befund
Definition Vollständiger Befundbericht des Pathologen.
Ausprägungen Freitext.
Hinweise Entsprechend der Kodierung definiert in ISO/IEC 10646:2003 (UTF8).
Es sollen sämtliche Befunde, die zum Meldeanlass erhoben wurden, in diesem Feld zusammengefügt werden.





Nr 7.1
Gruppe Einsender
Feldbezeichnung Name des einsendenden Arztes
Definition Name des einsendenden Arztes.
Ausprägungen Freitext.





Nr 7.2
Gruppe Einsender
Feldbezeichnung Name Einrichtung
Definition Name der einsendenden Einrichtung.
Ausprägungen Freitext.





Nr 7.3
Gruppe Einsender
Feldbezeichnung Name der Fachabteilung
Definition Name der Fachabteilung.
Ausprägungen Freitext.





Nr 7.4
Gruppe Einsender
Feldbezeichnung IKNR/BSNR/LANR
Definition IKNR oder BSNR und LANR der einsendenden Einrichtung.
Ausprägungen Freitext.





Nr 7.5
Gruppe Einsender
Feldbezeichnung Adresse der Einrichtung
Definition Adresse der einsendenden Einrichtung.
Ausprägungen Freitext.





Nr 8.1
Gruppe TNM-Klassifikation
Feldbezeichnung TNM Datum
Definition Gibt an, auf welches Datum sich die TNM-Klassifikation bezieht.
Ausprägungen Ein exaktes (taggenaues) Datum ist anzugeben.





Nr 8.2
Gruppe TNM-Klassifikation
Feldbezeichnung TNM Version
Definition Gibt an, nach welcher Version des TNM klassifiziert wurde.
Ausprägungen Auflage, z. B.
7 für 7. Auflage,
8 für 8. Auflage.





Nr 8.3
Gruppe TNM-Klassifikation
Feldbezeichnung TNM y-Symbol
Definition Gibt an, ob die Klassifikation während oder nach initialer multimodaler Therapie erfolgte.
Ausprägungen y = Klassifikation erfolgte während oder nach initialer multimodaler Therapie
(leer) = „native“ Klassifikation





Nr 8.4
Gruppe TNM-Klassifikation
Feldbezeichnung TNM r-Symbol
Definition Gibt an, ob die Klassifikation ein Rezidiv beurteilt.
Ausprägungen r = Klassifikation erfolgte zur Beurteilung eines Rezidivs
(leer) = „native“ Klassifikation vor Eintreten eines Rezidivs





Nr 8.5
Gruppe TNM-Klassifikation
Feldbezeichnung TNM a-Symbol
Definition Gibt an, ob die Klassifikation aus Anlass einer Autopsie erfolgte.
Ausprägungen a = Klassifikation erfolgte durch Autopsie
(leer) = Klassifikation erfolgte nicht durch Autopsie





Nr 8.6
Gruppe TNM-Klassifikation
Feldbezeichnung TNM c/p-Präfix T
Definition Gibt an, ob die Klassifikation klinisch oder pathologisch erfolgte.
Ausprägungen c oder (leer) = Kategorie wurde durch klinische Angaben festgestellt, bzw. erfüllt die Kriterien für p nicht.
p = Feststellung der Kategorie erfolgte durch eine pathohistologische Untersuchung, mit der auch der höchste Grad der jeweiligen Kategorie hätte festgestellt werden können.
Hinweise u (Feststellung mit Ultraschall) ist unter c zu übermitteln.





Nr 8.7
Gruppe TNM-Klassifikation
Feldbezeichnung TNM c/p-Präfix N
Definition Gibt an, ob die Klassifikation klinisch oder pathologisch erfolgte.
Ausprägungen c oder (leer) = Kategorie wurde durch klinische Angaben festgestellt, bzw. erfüllt die Kriterien für p nicht.
p = Feststellung der Kategorie erfolgte durch eine pathohistologische Untersuchung, mit der auch der höchste Grad der jeweiligen Kategorie hätte festgestellt werden können.
Hinweise u ist unter c zu dokumentieren.





Nr 8.8
Gruppe TNM-Klassifikation
Feldbezeichnung TNM c/p-Präfix M
Definition Gibt an, ob die Klassifikation klinisch oder pathologisch erfolgte.
Ausprägungen c oder (leer) = Kategorie wurde durch klinische Angaben festgestellt, bzw. erfüllt die Kriterien für p nicht.
p = Feststellung der Kategorie erfolgte durch eine pathohistologische Untersuchung, mit der auch der höchste Grad der jeweiligen Kategorie hätte festgestellt werden können.
Hinweise u ist unter c zu dokumentieren





Nr 8.9
Gruppe TNM-Klassifikation
Feldbezeichnung TNM T-Kategorie
Definition Ausbreitung des Primärtumors, erfolgt gemäß Tumorentität nach TNM.
Ausprägungen Entitätsspezifisch, siehe auch allgemeine Bemerkungen zu TNM.





Nr 8.10
Gruppe TNM-Klassifikation
Feldbezeichnung TNM m-Symbol
Definition Kennzeichnet Vorhandensein multipler Primärtumoren in einem anatomischen Bezirk.
Ausprägungen (m) = multiple Tumoren ohne Angabe der Zahl
(Zahl) = Anzahl der multiplen Tumoren
(leer) = keine multiplen Tumoren





Nr 8.11
Gruppe TNM-Klassifikation
Feldbezeichnung TNM N-Kategorie
Definition Ausbreitung von regionären Lymphknotenmetastasen, erfolgt gemäß Tumorentität nach TNM.
Ausprägungen Entitätsspezifisch, siehe auch allgemeine Bemerkungen zu TNM.
Hinweise Inkl. im TNM vorgesehener Zusatzangaben





Nr 8.12
Gruppe TNM-Klassifikation
Feldbezeichnung TNM M-Kategorie
Definition Fehlen oder Vorhandensein von Fernmetastasen, gemäß Tumorentität nach TNM.
Ausprägungen M0 = keine Fernmetastasen
M1 = Fernmetastasen
Hinweise Teilweise entitätsspezifisch, einschließlich Zusatzangaben wie (i+/-) und (mol+/-)





Nr 8.13
Gruppe TNM-Klassifikation
Feldbezeichnung TNM L-Kategorie
Definition Lymphgefäßinvasion.
Ausprägungen LX = Lymphgefäßinvasion kann nicht beurteilt werden
L0 = keine Lymphgefäßinvasion
L1 = Lymphgefäßinvasion





Nr 8.14
Gruppe TNM-Klassifikation
Feldbezeichnung TNM V-Kategorie
Definition Veneninvasion.
Ausprägungen VX = Veneninvasion kann nicht beurteilt werden
V0 = keine Veneninvasion
V1 = mikroskopische Veneninvasion
V2 = makroskopische Veneninvasion





Nr 8.15
Gruppe TNM-Klassifikation
Feldbezeichnung TNM Pn-Kategorie
Definition Perineuralinvasion.
Ausprägungen PnX = perineurale Invasion kann nicht beurteilt werden
Pn0 = keine perineurale Invasion
Pn1 = perineurale Invasion





Nr 8.16
Gruppe TNM-Klassifikation
Feldbezeichnung TNM S-Kategorie
Definition Serumtumormarker.
Ausprägungen Nach aktuellem TNM: derzeit nur beim Hodentumor.





Nr 8.17
Gruppe TNM-Klassifikation
Feldbezeichnung UICC Stadium
Definition Stadium nach aktuell gültiger TNM-Klassifikation.
Ausprägungen
Hinweise Die Angabe eines UICC-Stadiums ersetzt nicht die Angaben zum TNM.





Nr 9.1
Gruppe Weitere Klassifikationen
Feldbezeichnung Hämatoonkologische und sonstige Klassifikationen Datum
Definition Gibt an, auf welches Datum sich die Klassifikation bezieht.
Ausprägungen Ein exaktes (taggenaues) Datum ist anzugeben. Es kann in Ausnahmefällen ein monatsgenaues oder jahrgenaues Datum übermittelt werden mit Angabe der Genauigkeit.





Nr 9.2
Gruppe Weitere Klassifikationen
Feldbezeichnung Hämatoonkologische und sonstige Klassifikationen Name
Definition Name der hämatologischen oder sonstigen Klassifikation. Art der Klassifikation.
Ausprägungen z. B.
Ann-Arbor
WHO-Hirntumoren
AJCC
Hinweise Klinisch relevante Klassifikationen, die nicht in vorhandenen Klassifikationen im Basisdatensatz und in den Modulen enthalten sind.





Nr 9.3
Gruppe Weitere Klassifikationen
Feldbezeichnung Hämatoonkologische und sonstige Klassifikationen Einstufung
Definition Einstufung gemäß der verwendeten hämatoonkologischen oder sonstigen Klassifikationen.
Ausprägungen





Nr 10.1
Gruppe Residualstatus
Feldbezeichnung Beurteilung des lokalen Residualstatus nach Abschluss der Operation
Definition Lokale Beurteilung der Residualklassifikation nach Resektion, bezieht sich auf das, was reseziert wurde, meist Primärtumor, aber z. B. auch Lebermetastasen.
Ausprägungen R0 = kein Residualtumor
R1 = mikroskopischer Residualtumor
R2 = makroskopischer Residualtumor
R1 (is) = In-Situ-Rest
R1 (cy+) = cytologischer Rest
RX = Vorhandensein von Residualtumor kann nicht beurteilt werden
U = Residualtumorstatus ist nicht bekannt





Nr 10.2
Gruppe Residualstatus
Feldbezeichnung Gesamtbeurteilung des Residualstatus
Definition Gesamtbeurteilung der Residualklassifikation der Erkrankung einschließlich etwaiger Fernmetastasen.
Ausprägungen R0 = kein Residualtumor
R1 = mikroskopischer Residualtumor
R2 = makroskopischer Residualtumor
R1 (is) = In-Situ-Rest
R1 (cy+) = cytologischer Rest
RX = Vorhandensein von Residualtumor kann nicht beurteilt werden





Nr 11.1
Gruppe Fernmetastasen
Feldbezeichnung Lokalisation von Fernmetastase(n)
Definition Lokalisation der Fernmetastase(n).
Ausprägungen PUL = Lunge
OSS = Knochen
HEP = Leber
BRA = Hirn
LYM = Lymphknoten
MAR = Knochenmark
PLE = Pleura
PER = Peritoneum
ADR = Nebennieren
SKI = Haut
OTH = andere Organe
GEN = generalisierte Metastasierung





Nr 11.2
Gruppe Fernmetastasen
Feldbezeichnung Datum der diagnostischen Sicherung von Fernmetastasen
Definition Gibt an, wann die Fernmetastase festgestellt wurde.
Ausprägungen Ein exaktes (taggenaues) Datum ist anzugeben.





Nr 12.1
Gruppe Allgemeiner Leistungszustand
Feldbezeichnung Allgemeiner Leistungszustand
Definition ECOG oder Karnofsky
Ausprägungen 0 = normale, uneingeschränkte Aktivität wie vor der Erkrankung (90 – 100 % nach Karnofsky)
1 = Einschränkung bei körperlicher Anstrengung, aber gehfähig; leichte körperliche Arbeit bzw. Arbeit im Sitzen (z. B. leichte Hausarbeit oder Büroarbeit) möglich (70 – 80 % nach Karnofsky)
2 = gehfähig, Selbstversorgung möglich, aber nicht arbeitsfähig; kann mehr als 50 % der Wachzeit aufstehen (50 – 60 % nach Karnofsky)
3 = nur begrenzte Selbstversorgung möglich; ist 50 % oder mehr der Wachzeit an Bett oder Stuhl gebunden (30 – 40 % nach Karnofsky)
4 = völlig pflegebedürftig, keinerlei Selbstversorgung möglich; völlig an Bett oder Stuhl gebunden (10 – 20 % nach Karnofsky)
Alternativ bei Karnofsky Angabe in % einschließlich %-Zeichen, Beispiel 10 %
U = unbekannt





Nr 13.1
Gruppe OP
Feldbezeichnung Intention der Operation
Definition Gibt an, mit welchem Ziel die Operation geplant wurde.
Ausprägungen K = kurativ
P = palliativ
D = diagnostisch
R = Revision/Komplikation
S = Sonstiges
X = fehlende Angabe
Hinweise Sonstiges z.B Tracheostomie vor Radiochemotherapie bei Kopf/Hals





Nr 13.2
Gruppe OP
Feldbezeichnung OP Datum
Definition Datum der OP.
Ausprägungen Ein exaktes (taggenaues) Datum ist anzugeben.





Nr 13.3
Gruppe OP
Feldbezeichnung OPS
Definition Gibt an, welche Operation durchgeführt wurde.
Ausprägungen OPS (5-*)
In begründeten Ausnahmefällen sind auch andere Kodes außerhalb der 5er zugelassen.
Hinweise OPS mit höchster Genauigkeit angeben.





Nr 13.4
Gruppe OP
Feldbezeichnung OPS Version
Definition Gibt an, nach welcher Version (Jahr) des OPS klassifiziert wurde.
Ausprägungen Gültige Versionsbezeichnungen nach BfArM.





Nr 13.5
Gruppe OP
Feldbezeichnung OP Komplikationen
Definition Gibt an, ob eine oder keine Komplikation aufgetreten ist, bzw. wenn eine aufgetreten ist welche.
Ausprägungen N = nein
U = unbekannt
Wenn ja, dann Liste der aufgetretenen Komplikationen nach Komplikationsschlüssel
ABD Abszess in einem Drainagekanal
ABS Abszess, intraabdominaler oder intrathorakaler
ASF Abszess, subfaszialer
ANI Akute Niereninsuffizienz
AEP Alkoholentzugspsychose
ALR Allergische Reaktion ohne Schocksymptomatik
ANS Anaphylaktischer Schock
AEE Anastomoseninsuffizienz einer Enterostomie
API Apoplektischer Insult
BIF Biliäre Fistel
BOG Blutung, obere gastrointestinale (z. B „Stressulkus“)
BOE Bolusverlegung eines Endotubus
BSI Bronchusstumpfinsuffizienz
CHI Cholangitis
DAI Darmanastomoseninsuffizienz
DPS Darmpassagestörungen (z. B. protrahierte Atonie, Subileus, Ileus)
DIC Disseminierte intravasale Koagulopathie
DEP Drogenentzugspsychose
DLU Druck- und Lagerungsschäden, z. B. Dekubitalulzera
DSI Duodenalstumpfinsuffizienz
ENF Enterale Fistel
GER Gerinnungsstörung
HEM Hämatemesis
HUR Hämaturie
HAE Hämorrhagischer Schock
HFI Harnfistel
HNK Hautnekrose im Operationsbereich
HZI Herzinsuffizienz
HRS Herzrhythmusstörungen
HNA Hirnnervenausfälle
HOP Hirnorganisches Psychosyndrom (z. B. „Durchgangssyndrom“)
HYB Hyperbilirubinämie
HYF Hypopharynxfistel
IFV Ileofemorale Venenthrombose
KAS Kardiogener Schock
KES Komplikationen einer Stomaanlage
KIM Komplikation eines Implantates (Gefäßprothese, Totalendoprothese, Katheter), z. B. Dislokation
KRA Krampfanfall
KDS Kurzdarmsyndrom
LEV Leberversagen
LOE Lungenödem
LYF Lymphfistel
LYE Lymphozele
MES Magenentleerungsstörung
MIL Mechanischer Ileus
MED Mediastinitis
MAT Mesenterialarterien- oder -venenthrombose
MYI Myokardinfarkt
RNB Nachblutung, revisionsbedürftig, anderweitig nicht erwähnt
NAB Nachblutung, nicht revisionsbedürftig, anderweitig nicht erwähnt
NIN Nahtinsuffizienz, anderweitig nicht erwähnt
OES Ösophagitis
OSM Osteitis, Osteomyelitis
PAF Pankreasfistel
PIT Pankreatitis
PAB Peranale Blutung
PPA Periphere Parese
PAV Peripherer arterieller Verschluss (Embolie, Thrombose)
PER Peritonitis
PLB Platzbauch
PEY Pleuraempyem
PLE Pleuraerguss
PMN Pneumonie
PNT Pneumothorax
PDA Protrahierte Darmatonie (paralytischer Ileus)
PAE Pulmonalarterienembolie
RPA Rekurrensparese
RIN Respiratorische Insuffizienz
SKI Septische Komplikation eines Implantates
SES Septischer Schock
SFH Störungen des Flüssigkeits-, Elektrolyt- und Säurebasenhaushaltes
STK Stomakomplikation (z. B. Blutung, Nekrose, Stenose)
TZP Thrombozytopenie
TIA (transitorische ischämische Attacke) oder Rind (reversibles ischämisches neurologisches Defizit)
TRZ Transfusionszwischenfall
WUH Wundhämatom (konservativ therapiert)
WSS Wundheilungsstörung, subkutane
Fehlende Komplikationen laut ICD-10-GM auflisten.
Hinweise Fehlende Komplikationen sollen laut ICD10 aufgelistet werden.
z. B. ICD-10 T80-T88





Nr 14.1
Gruppe Strahlentherapie
Feldbezeichnung Intention der Strahlentherapie
Definition Gibt an, mit welcher Intention die Strahlentherapie geplant wurde.
Ausprägungen K = kurativ
P = palliativ
O = lokal kurativ bei Oligometastasierung
S = Sonstiges
X = keine Angabe
Hinweise Prophylaktisch/Salvage kann als kurativ oder palliativ kodiert werden.





Nr 14.2
Gruppe Strahlentherapie
Feldbezeichnung Strahlentherapie Stellung zu operativer Therapie
Definition Gibt an, in welchem Bezug zu einer operativen Therapie die Bestrahlung steht.
Ausprägungen O = ohne Bezug zu einer operativen Therapie
A = adjuvant
N = neoadjuvant
I = intraoperativ
Z = additiv
S = Sonstiges
Hinweise A = adjuvant gilt für R0 Resektion
Z = additiv gilt nach R1/R2 und RX Resektion





Nr 14.3
Gruppe Strahlentherapie
Feldbezeichnung Strahlentherapie Zielgebiet
Definition Gibt an, an welcher anatomischen Region die Bestrahlung durchgeführt wurde.
Ausprägungen Zielgebietsschlüssel

Bereich: ZNS
1.1 Ganzhirn (Neurokranium, inklusive Meningen)
1.2 Teilhirn (frontal/parietal/occipital/temporal/Kleinhirn)
1.3 Neuroachse/Rückenmark
1.4 Hypophyse
1.5 Hirn sonstiges

Bereich: Kopf-Hals
2.1 Auge (r, l)
2.2 Nase/Nasennebenhöhle
2.3 Mundhöhle inklusive Mundhöhlenvorhof
2.4 Ohr (r, l)
2.5 Speicheldrüse (r, l)
2.6 Pharynx
2.7 Nasopharynx
2.8 Oropharynx
2.9 Hypopharynx
2.10 Larynx
2.11 Schilddrüse
2.12 Kopf-Hals sonstige

Bereich: Thorax
3.1 Mamma als Ganzbrust (r, l)
3.2 Mamma als Teilbrust (r, l)
3.3 Thoraxwand, gegebenenfalls r, l
3.4 Lunge (r, l)
3.5 Ösophagus
3.6 Mediastinum (mediastinaler Lymphabfluss ist in Nummer 9 zu kodieren)
3.7 Thymus
3.8 Thorax sonstige

Bereich: Abdomen
4.1 Magen
4.2 Pankreas
4.3 Leber, auch bei Teilbestrahlung
4.4 Milz
4.5 Niere (r, l)
4.6 Nebenniere (r, l)
4.7 Retroperitoneum (z. B. Sarkome)
4.8 Ureter (r, l)
4.9 Bauchwand (z. B. Sarkome)
4.10 Oberbauch
4.11 Gallengänge
4.12 Gallenblase
4.13 Abdomen sonstige

Bereich: Becken (Organe)
5.1 Rektum
5.2 Analbereich
5.3 Harnblase
5.4 Prostata
5.5 Hoden (r, l)
5.6 Penis
5.7 Uterus
5.8 Zervix
5.9 Vulva
5.10 Vagina
5.11 Beckenwand
5.12 Becken sonstige

Bereich: Knochen/Skelettsystem
6.1 Schädel
6.2 Schädelbasis
6.3 Orbita (r, l)
6.4 Halswirbelsäule
6.5 Brustwirbelsäule
6.6 Lendenwirbelsäule
6.7 Sacrum/Coccygeum
6.8 Rippen (r, l)
6.9 Sternum
6.10 Schulter (r, l)
6.11 Oberarm (r, l)
6.12 Unterarm (r, l)
6.13 Hand (r, l)
6.14 Becken (r, l)
6.15 Hüfte (r, l)
6.16 Oberschenkel (r, l)
6.17 Unterschenkel (r, l)
6.18 Fuß (r, l)
6.19 Knochen sonstige

Bereich: Bindegewebe (Subkutangewebe, Fettgewebe, Muskeln, anderes Bindegewebe)
7.1 Kopf, Gesicht, Hals
7.2 obere Extremität inklusive Schulter (r, l)
7.3 untere Extremität und Hüfte (r, l)
7.4 Thorax
7.5 Abdomen
7.6 Becken
7.7 Stammes o. n. A.
7.8 mehrere Bereiche überlappend
7.9 sonstige Weichteile o. n. A.

Bereich: Haut
8.1 Ganzhaut
8.2 Teilbereiche

Bereich: Lymphabflussregionen und Lymphknoten
9.1 Cervikale Lymphknoten (r, l)
9.2 Supra-/infraclavikuläre Lymphknoten (r, l)
9.3 Axilläre Lymphknoten (r, l)
9.4 Retrosternale/sternale/Mammaria interna Lymphknoten
9.5 Mediastinale Lymphknoten
9.6 Hiläre Lymphknoten
9.7 Intraabdominale Lymphknoten (z. B. subphrenisch, perigastrisch, peripankreatisch, Leber-, Milzhilus)
9.8 Paraaortale/paracavale Lymphknoten
9.9 Retroperitoneale Lymphknoten
9.10 Beckenlymphabfluss (r, l) (Iliakal commun, extern, intern, obturatorisch, präsakral)
9.11 Inguinale Lymphknoten (r, l)
9.12 Involved Node
9.13 Involved Site
9.14 Involved Field
9.15 Sonstige Lymphknoten

Bereich: Spezielle Zielgebiete
10.1 Ganzkörperbestrahlung bei allogener Stammzelltransplantation
10.2 operative Zugangswege
10.3 Sonstige, nicht genannte Zielgebiete
Hinweise Bei zusammenhängenden Zielvolumina (z. B. Weichteilmetastase mit Knochenbeteiligung) ist anstelle von mehreren Zielgebieten das größere Zielgebiet auszuwählen.

Bei mehreren Zielgebieten muss die Zuordnung von Zielgebiet/Dosis eindeutig sein.

Die Angabe der Seite des Zielgebietes ist über das Feld Strahlentherapie Seite Zielgebiet (12.4) zu dokumentieren.

Bei Zielgebieten, die durch "(r, l)" gekennzeichnet sind, ist eine Seitenangabe Pflicht.
r = rechts
l = links

Die exakte Lokalisation des Tumors/postop. Tumorbettes ergibt sich aus der bei Diagnosestellung bzw. im Verlauf gemeldeten Lokalisation gemäß ICD-0-3 Kode.





Nr 14.4
Gruppe Strahlentherapie
Feldbezeichnung Strahlentherapie Seite Zielgebiet
Definition Gibt Seitenlokalisation des Zielgebietes an.
Ausprägungen L = links
R = rechts
B = beidseits
M = mittig
U = unbekannt
T = trifft nicht zu
Hinweise Bei Zielgebieten, die durch "(r, l)" gekennzeichnet sind, ist eine Seitenangabe Pflicht.

Bei beidseitiger Bestrahlung paariger Organe sind die Bestrahlungen einzeln zu melden.

Paariges Zielgebiet ist ein anatomischer Begriff und nicht zu verwechseln mit paarigen Organen.





Nr 14.5
Gruppe Strahlentherapie
Feldbezeichnung Strahlentherapie Beginn
Definition Gibt an, wann die Strahlentherapie begonnen wurde.
Ausprägungen Ein exaktes (taggenaues) Datum ist anzugeben.





Nr 14.6
Gruppe Strahlentherapie
Feldbezeichnung Strahlentherapie Ende
Definition Gibt an, wann die Strahlentherapie beendet wurde.
Ausprägungen Ein exaktes (taggenaues) Datum ist anzugeben.





Nr 14.7
Gruppe Strahlentherapie
Feldbezeichnung Strahlentherapie Applikationsart
Definition Gibt an, mit welcher Technik die Strahlentherapie durchgeführt wurde.
Ausprägungen P = perkutan (Teletherapie)
P-ST = perkutan stereotaktisch
P-4D = perkutan, atemgetriggert
P-ST4D = perkutan, stereotaktisch, atemgetriggert
PRCN-ST = perkutan, stereotaktisch ohne Chemotherapie/Sensitizer
PRCN-4D = perkutan, atemgetriggert, ohne Chemotherapie/Sensitizer
PRCN-ST4D = perkutan, stereotaktisch, atemgetriggert, ohne Chemotherapie/Sensitizer
PRCJ = perkutan mit Chemotherapie/Sensitizer
PRCJ-4D = perkutan, atemgetriggert, mit Chemotherapie/Sensitizer
K = endokavitäre Kontakttherapie
KHDR = endokavitäre Kontakttherapie, high dose rate therapy
KLDR = endokavitäre Kontakttherapie, low dose rate therapy
KPDR = endokavitäre Kontakttherapie, pulsed dose rate therapy
I = intersitielle Kontakttherapie
IHDR = intersitielle Kontakttherapie, high dose rate therapy
ILDR = intersitielle Kontakttherapie, low dose rate therapy
IPDR = intersitielle Kontakttherapie, pulsed dose rate therapy
MSIRT = selektive interne Radio-Therapie
MPRRT = Peptid-Radio-Rezeptor-Therapie
MPSMA = PSMA-Therapie
MRJT = Radiojod-Therapie
MRIT = Radioimmun-Therapie
M = sonstige metabolische Radionuklidtherapie
S = Sonstiges





Nr 14.8
Gruppe Strahlentherapie
Feldbezeichnung Strahlenart
Definition Angewandte Strahlenart.
Ausprägungen Photonen (ultraharte Röntgenstrahlen, inklusive Gamma-Strahler)
Elektronen
Neutronen
Protonen (leichte Wasserstoffionen/H1/Leichtionen)
Schwerionen (schwere Kohlenstoff-Ionen/C12/Sauerstoffionen/Heliumionen)
Weichstrahl (kV)
Sonstige (inklusive Mixed Beams, exklusive Nuklide)
Lu-177
J-131
Y-90
Ra-223
Ac-225
Sm-153
Tb-161
Sr-89
Ir-192
Co-60
Sonstige Nuklide
Hinweise Bei metabolischen Therapien sind die Nuklide anzugeben.





Nr 14.9
Gruppe Strahlentherapie
Feldbezeichnung Strahlentherapie Gesamtdosis (Dosis)
Definition Gibt an, mit welcher Gesamtdosis das Zielgebiet bestrahlt wurde (inklusive Boost).
Ausprägungen Numerisch.
Hinweise Eine intraoperative Bestrahlung ist separat zu melden und wird hier nicht eingerechnet.





Nr 14.10
Gruppe Strahlentherapie
Feldbezeichnung Strahlentherapie Einzeldosis pro Tag (Dosis)
Definition Gibt an, mit welcher Einzeldosis (häufigste Dosis, nicht Boost) pro Tag das Zielgebiet bestrahlt wurde.
Ausprägungen Numerisch.





Nr 14.11
Gruppe Strahlentherapie
Feldbezeichnung Strahlentherapie Einheit
Definition Gibt die Einheit zu der Einzel- oder Gesamtdosis an, mit welcher das Zielgebiet bestrahlt wurde, bzw. bei metabolischer Therapie die Aktivität des verwendeten Radionuklids.
Ausprägungen Gy
GBq
MBq
kBq
Hinweise Gy wird als hinreichend ähnlich zu Gy E (RBE) gesehen.





Nr 14.12
Gruppe Strahlentherapie
Feldbezeichnung Boost
Definition Angabe, ob ein Boost und falls ja, welche Art von Boost appliziert wurde.
Ausprägungen J = ja, mit Boost o. n. A.
SIB = simultan integrierter Boost
SEQ = sequentieller Boost
KON = konkomitanter Boost
N = nein, ohne Boost
Hinweise Listenfeld mit Einfachauswahl.

Für die Dokumentation des Boostes (lokale Dosisaufsättigung innerhalb eines definierten Zielvolumens) sollte als Minimalvariante SIB (simultan integrierter Boost) dokumentiert werden können.





Nr 14.13
Gruppe Strahlentherapie
Feldbezeichnung Strahlentherapie Ende Grund
Definition Gibt den Grund an, warum die Strahlentherapie beendet wurde.
Ausprägungen E = reguläres Ende
F = Zieldosis erreicht mit Unterbrechung > 3 Kalendertage
A = Abbruch wegen Nebenwirkungen
P = Abbruch wegen Progress
S = Abbruch aus sonstigen Gründen
V = Patient verweigert weitere Therapie
T = Patient verstorben
U = unbekannt
Hinweise Wird durch eine Unterbrechung die Zieldosis nicht erreicht, wird ein Abbruch aus sonstigen Gründen kodiert.





Nr 15.1
Gruppe Nebenwirkungen von Strahlentherapie oder systemischer Therapie
Feldbezeichnung Nebenwirkungen nach CTCAE-Grad
Definition Gibt an, zu welchem Schweregrad von Nebenwirkungen es bei der Bestrahlung oder der systemischen Therapie gekommen ist.
Ausprägungen K = keine
1 = mild
2 = moderat
3 = schwerwiegend
4 = lebensbedrohlich
5 = tödlich
U = unbekannt
Hinweise Bei der Bestrahlung sind sogenannte akute Nebenwirkungen bis zum 90. Tag nach Bestrahlungsbeginn gemeint.

Bei Grad 3-5 ist Art der Nebenwirkung zu dokumentieren.
Wenn Nebenwirkungen mit einem Grad 3 oder höher auftreten, ist jede dieser Nebenwirkungen unter Angabe des Grades zu übermitteln. Andernfalls reicht die Angabe des höchsten aufgetretenen Grades ohne Angabe einer Art der Nebenwirkung.





Nr 15.2
Gruppe Nebenwirkungen von Strahlentherapie oder systemischer Therapie
Feldbezeichnung Nebenwirkungen nach CTCAE Art
Definition Gibt an, zu welcher Nebenwirkung es bei der Bestrahlung oder der systemischen Therapie gekommen ist.
Bei der Bestrahlung sind sogenannte akute Nebenwirkungen bis zum 90. Tag nach Bestrahlungsbeginn gemeint.
Ausprägungen Nebenwirkung nach CTCAE oder MedDRA-Code.
Hinweise Bei der Bestrahlung sind sogenannte akute Nebenwirkungen bis zum 90. Tag nach Bestrahlungsbeginn gemeint.

Wenn Nebenwirkungen mit einem Grad 3 oder höher auftreten, ist jede dieser Nebenwirkungen unter Angabe des Grades zu übermitteln. Andernfalls reicht die Angabe des höchsten aufgetretenen Grades ohne Angabe einer Art der Nebenwirkung.





Nr 15.3
Gruppe Nebenwirkungen von Strahlentherapie oder systemischer Therapie
Feldbezeichnung Nebenwirkungen nach CTCAE Version
Definition Für den medizinischen Katalog gültige Versionsbezeichnungen.
Ausprägungen z. B.
4 = Version 4
...





Nr 16.1
Gruppe Systemische Therapie
Feldbezeichnung Intention der systemischen Therapie
Definition Gibt an, mit welcher Intention die systemische Therapie geplant wurde.
Ausprägungen K = kurativ
P = palliativ
S = Sonstiges
X = keine Angabe





Nr 16.2
Gruppe Systemische Therapie
Feldbezeichnung Systemische Therapie Stellung zu operativer Therapie
Definition Gibt an, in welchem Bezug zu einer operativen Therapie die systemische Therapie steht.
Ausprägungen O = ohne Bezug zu einer operativen Therapie
A = adjuvant
N = neoadjuvant
I = intraoperativ
S = Sonstiges
Hinweise Bei additiver systemischer Therapie ist A = adjuvant zu verwenden.





Nr 16.3
Gruppe Systemische Therapie
Feldbezeichnung Art der systemischen oder abwartenden Therapie
Definition Gibt an, welche Art der Therapie bzw. abwartende Strategie durchgeführt wurde.
Ausprägungen CH = Chemotherapie
HO = Hormontherapie
IM = Immun-/Antikörpertherapie
ZS = zielgerichtete Substanzen
CI = Chemo- + Immun-/Antikörpertherapie
CZ = Chemotherapie + zielgerichtete Substanzen
CIZ = Chemo- + Immun-/Antikörpertherapie + zielgerichtete Substanzen
IZ = Immun-/Antikörpertherapie + zielgerichtete Substanzen
SZ = Stammzelltransplantation (inklusive Knochenmarktransplantation)
AS = Active Surveillance
WS = Wait and see
WW = Watchful Waiting
SO = Sonstiges
Hinweise Antikörpertherapie (-mab) unter IM, alle anderen zielgerichteten Substanzen unter ZS melden.
In der technischen Umsetzung ist pro Systemtherapie nur eine Therapieart möglich.

Wait and see wenn nach Leitlinie/Therapiekonzept vorgesehen, nicht bei Therapiepausen.

WW = Watchful Waiting, d. h. langfristige Beobachtung und sekundäre symptomorientierte Therapie.





Nr 16.4
Gruppe Systemische Therapie
Feldbezeichnung Systemische Therapie Protokoll
Definition Gibt an, nach welchem Protokoll die Systemtherapie durchgeführt wurde.
Ausprägungen Nur Angabe des Protokollnamens in der üblichen Abkürzung.
Hinweise Glucokortikoide, Analgetika, Antiemetika hier nur angeben, wenn sie fester Bestandteil des Protokolls sind, nicht als Zusatzmedikation.





Nr 16.5
Gruppe Systemische Therapie
Feldbezeichnung Systemische Therapie Beginn
Definition Gibt an, wann die systemische Therapie begonnen wurde.
Ausprägungen Ein exaktes (taggenaues) Datum ist anzugeben.





Nr 16.6
Gruppe Systemische Therapie
Feldbezeichnung Systemische Therapie Substanz
Definition Gibt an, mit welcher Substanz die Systemtherapie durchgeführt wurde.
Ausprägungen Wirkstoff (Freitext).
Hinweise Mehrere Substanzen sind einzeln anzugeben. Eine kommaseparierte Liste ist nicht zulässig.

Alternativ wird eine technische Lösung für ATC-Codes angeboten.

Keine Handelsnamen.





Nr 16.7
Gruppe Systemische Therapie
Feldbezeichnung Systemische Therapie Ende Grund
Definition Gibt den Grund an, warum die Systemtherapie beendet wurde.
Ausprägungen E = reguläres Ende
R = reguläres Ende mit Dosisreduktion
W = reguläres Ende mit Substanzwechsel
A = Abbruch wegen Nebenwirkungen
P = Abbruch wegen Progress
S = Abbruch aus sonstigen Gründen
V = Patient verweigert weitere Therapie
T = Patient verstorben
U = unbekannt





Nr 16.8
Gruppe Systemische Therapie
Feldbezeichnung Systemische Therapie Ende
Definition Gibt an, wann die systemische Therapie beendet wurde.
Ausprägungen Ein exaktes (taggenaues) Datum ist anzugeben.





Nr 17.1
Gruppe Verlauf
Feldbezeichnung Untersuchungsdatum Verlauf
Definition Datum, an dem die letzte Untersuchung durchgeführt wurde, die zur Einschätzung des Tumorstatus geführt hat.
Ausprägungen Ein exaktes (taggenaues) Datum ist anzugeben.





Nr 17.2
Gruppe Verlauf
Feldbezeichnung Gesamtbeurteilung des Tumorstatus
Definition Gesamtbeurteilung der Erkrankung unter Berücksichtigung aller Manifestationen.
Ausprägungen V = Vollremission (complete remission, CR)
T = Teilremission (partial remission, PR)
K = keine Änderung (no change, NC) = stable disease
P = Progression
D = divergentes Geschehen
B = klinische Besserung des Zustandes, Teilremissionkriterien jedoch nicht erfüllt (minimal response, MR)
R = Vollremission mit residualen Auffälligkeiten (CRr)
Y = Rezidiv
U = Beurteilung unmöglich
X = fehlende Angabe
Hinweise P = Progression (Fortschreiten der Erkrankung)
Y = Rezidiv, jedes Wiederauftreten der Erkrankung bei vorheriger kompletter klinischer Tumorfreiheit (biochemisches Rezidiv, Lokalrezidiv und/oder Metastasierung)





Nr 17.3
Gruppe Verlauf
Feldbezeichnung Tumorstatus Primärtumor
Definition Beurteilung der Situation im Primärtumorbereich.
Ausprägungen K = kein Tumor nachweisbar
T = Tumorreste (Residualtumor)
P = Tumorreste (Residualtumor) Progress
N = Tumorreste (Residualtumor) No Change
R = Lokalrezidiv
F = fraglicher Befund
U = unbekannt
X = fehlende Angabe
Hinweise T = Tumorreste (Residualtumor), unbekannt, ob Progress oder No Change (auch für noch nicht therapierte Primärtumoren zu verwenden)





Nr 17.4
Gruppe Verlauf
Feldbezeichnung Tumorstatus Lymphknoten
Definition Beurteilung der Situation im Bereich der regionären Lymphknoten.
Ausprägungen K = kein Lymphknotenbefall nachweisbar
R = neu aufgetretenes Lymphknotenrezidiv
T = bekannter Lymphknotenbefall Residuen
P = bekannter Lymphknotenbefall Progress
N = bekannter Lymphknotenbefall No Change
F = fraglicher Befund
U = unbekannt
X = fehlende Angabe
Hinweise T = bekannter Lymphknotenbefall Residuen, unbekannt, ob Progress oder No Change





Nr 17.5
Gruppe Verlauf
Feldbezeichnung Tumorstatus Fernmetastasen
Definition Beurteilung der Situation im Bereich der Fernmetastasen.
Ausprägungen K = keine Fernmetastasen nachweisbar
R = neu aufgetretene Fernmetastase(n) bzw. Metastasenrezidiv
T = Fernmetastasen Residuen
P = Fernmetastasen Progress
N = Fernmetastasen No Change
F = fraglicher Befund
U = unbekannt
X = fehlende Angabe
Hinweise R: Neu aufgetretene Fernmetastase(n) bzw. Metastasenrezidiv beschreibt eine Situation, in der zuvor Metastasenfreiheit bestand oder durch Therapie erreicht wurde. Neue Metastasen auch unter "Fernmetastasen" mit Lokalisation und Datum übermitteln.

P: Wenn zu bestehenden Fernmetastasen neue hinzukommen. Bei einem klinisch divergenten Geschehen, ist die prognostisch ungünstigere Ausprägung zu übermitteln. Neue Metastasen auch unter "Fernmetastasen" mit Lokalisation und Datum übermitteln.






Nr 18.1
Gruppe Tumorkonferenz Therapieplanung
Feldbezeichnung Tumorkonferenz Therapieplanung Datum
Definition Datum der Durchführung der Tumorkonferenz bzw. der sonstigen Therapieplanung.
Ausprägungen Ein exaktes (taggenaues) Datum ist anzugeben.





Nr 18.2
Gruppe Tumorkonferenz Therapieplanung
Feldbezeichnung Tumorkonferenz Therapieplanung Typ
Definition Typ der Tumorkonferenz bzw. der sonstigen Therapieplanung.
Ausprägungen praeth = prätherapeutische Tumorkonferenz (Festlegung der Therapiestrategie)
postop = postoperative Tumorkonferenz (Planung der postoperativen Therapie, z. B. zur Frage
adjuvante Therapie)
postth = posttherapeutische Tumorkonferenz (manche Tumoren werden nicht operiert)
ther = Therapieplanung ohne Tumorkonferenz





Nr 19.1
Gruppe Therapieempfehlung
Feldbezeichnung Tumorkonferenz Therapieempfehlung Typ
Definition Typ der Therapieempfehlung der Tumorkonferenz.
Ausprägungen CH = Chemotherapie
HO = Hormontherapie
IM = Immun- /Antikörpertherapie
ZS = zielgerichtete Substanzen
SZ = Stammzelltransplantation (inklusive Knochenmarktransplantation)
CI = Chemo- + Immun-/Antikörpertherapie
CZ = Chemotherapie + zielgerichtete Substanzen
CIZ = Chemo- + Immun-/Antikörpertherapie + zielgerichtete Substanzen
IZ = Immun-/Antikörpertherapie + zielgerichtete Substanzen
WW = Watchful Waiting
AS = Active Surveillance
WS = Wait and see
OP = Operation
ST = Strahlentherapie
SO = Sonstiges
KW = keine weitere tumorspezifische Therapie empfohlen
Hinweise Mehrfachangaben möglich.
Sind begleitend zu den entsprechenden Meldanlässen zu übermitteln.





Nr 19.2
Gruppe Therapieempfehlung
Feldbezeichnung Tumorkonferenz/Therapieempfehlung Therapieabweichung auf Wunsch des Patienten
Definition Abweichung auf Wunsch des Patienten.
Ausprägungen J = ja
N = nein
U = unbekannt
Hinweise Die Tumorkonferenz ist dafür verantwortlich diese Information zu melden so weit bekannt.





Nr 20.1
Gruppe Tod
Feldbezeichnung Sterbedatum
Definition Datum des Todes.
Ausprägungen Ein exaktes (taggenaues) Datum ist anzugeben.





Nr 20.2
Gruppe Tod
Feldbezeichnung Tod tumorbedingt
Definition Krebs-Tod-Relation.
Ausprägungen J = Ja, die Person ist an einer Tumorerkrankung oder Folge einer Tumorerkrankung (einschließlich Behandlungskomplikation) verstorben.
N = Nein, die Person ist nicht an einer Tumorerkrankung oder Folge einer Tumorerkrankung (einschließlich Behandlungskomplikation) verstorben.
U = unbekannt.
Hinweise Diese Angabe macht nur die Aussage, ob eine Person tumorbedingt verstorben ist oder nicht. An welcher Tumorerkrankung die Person verstorben ist, ist unter den Todesursachen aufzuführen.





Nr 20.3
Gruppe Tod
Feldbezeichnung Todesursache ICD
Definition Todesursache im Sinne des Grundleidens.
Ausprägungen ICD-GM.





Nr 20.4
Gruppe Tod
Feldbezeichnung Todesursache ICD-Version
Definition Bezeichnung der zur Kodierung verwendeten ICD-GM Version.
Ausprägungen Für den medizinischen Katalog gültige Versionsbezeichnungen nach BfArM.





Nr 21.1
Gruppe Anmerkung
Feldbezeichnung Anmerkung
Definition Sachverhalte, die sich in der Kodierung des Erfassungsdokumentes nur unpräzise abbilden lassen, nicht eindeutig kodierbar sind oder unplausibel wirken, können hier genau gefasst werden.
Ausprägungen Freitext.
Hinweise Das Item worauf der Hinweis sich bezieht ist führend im Freitext zu benennen.





Nr 22.1
Gruppe Operateur
Feldbezeichnung Operateur
Definition Gibt an, wer operiert hat (Nachname, Vorname).
Ausprägungen Abhängig von Kooperationsvereinbarung und landesrechtlicher Zulässigkeit.
Hinweise Hauptoperateur kann mit (1) hinter den Namen angegeben worden, wenn mehrere genannt werden.





Nr 23.1
Gruppe Genetische Variante
Feldbezeichnung Genetische Variante Name
Definition Name der genetischen Variante.
Ausprägungen z. B.
K-ras
BRAFV600
NRAS
C-KIT





Nr 23.2
Gruppe Genetische Variante
Feldbezeichnung Genetische Variante Ausprägung
Definition Ausprägung der genetischen Variante.
Ausprägungen M = Mutation/positiv
W = Wildtyp/nicht mutiert/negativ
P = Polymorphismus
S = Sonstiges
N = nicht bestimmbar
U = unbekannt
Hinweise Bei Sonstiges ist die konkrete Ausprägung im Anmerkungsfeld anzugeben.





Nr 24.1
Gruppe Studienteilnahme
Feldbezeichnung Studienteilnahme Status
Definition Einschluss in eine Studie mit Ethikvotum.
Ausprägungen J = ja
N = nein
U = unbekannt





Nr 24.2
Gruppe Studienteilnahme
Feldbezeichnung Studienteilnahme Datum
Definition Erstes Einschlussdatum in einer Studie mit Ethikvotum.
Ausprägungen Ein exaktes (taggenaues) Datum ist anzugeben.





Nr 25.1
Gruppe Zusätzliche Kontakte
Feldbezeichnung Kontakt Art
Definition Art des Kontakts.
Ausprägungen S = Sozialdienst
PS = psychoonkologische Beratung





Nr 25.2
Gruppe Zusätzliche Kontakte
Feldbezeichnung Kontakt Status
Definition Kontakt Status.
Ausprägungen J = ja
N = nein, kein Kontakt





Nr 25.3
Gruppe Zusätzliche Kontakte
Feldbezeichnung Kontakt Datum
Definition Datum des Kontakts.
Ausprägungen Ein exaktes (taggenaues) Datum ist anzugeben.